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Geschichte

Geschrieben von Clever, Illustriert von Balu

Unser Jahresschwerpunkt 2019 ist die Anwendung der Pfaditechnik in all ihrer Vielfalt. Die Geschichte vom Märmeli begleitet uns durch dieses Jahr und dient auch als Anregung und Inspirationsquelle für kleine und grosse Beiträge zu unserem Schwerpunkt.

Inhaltsverzeichnis

Prolog
Erstes Kapitel

Prolog

Es isch Friti Abe und aus isch dunku am Buntwäg. Das heisst nume fasch aues. Im erschte Stock vom Hus mit der Nummere 19 brönnt hinger eim Fänschter no Liecht. Hin- ger däm Fänschter isch z Märmeli dermit beschäftiget ihri Büecher usere Züguchischte uszpacke. Es isch die letschti Schachtle, aui angere si scho läär und lige wiud dürenang ufem Bode vo ihrem nöie Zimmer.

Sit si zäme mit ihrem Papi am Mittag i ihrem nöie Daheim isch acho, het z Märmeli sech druf gfröit, ihres Zimmer dörfe izrichte. Aber zersch het si no müesse häufe aui angere Sache uszlade und när Stube und Chuchi izrichte. Das het zwar o gfägt, isch aber bis zum Znacht gange und ersch nachdäm si Abgwäsche het gha, het si chönne afah, sech i ihrem eigene Zimmer z verwürkleche.

Viu vo de Büecher wosi jtz us der Chischte nimmt und i ihres chline Büechergsteu steut, het ihre Vater gschribe. Z Märmeli het sech scho so lang si sech mah bsinne für Gschichte und Abetüür us frömde Wäute interessiert und aus Tochter vomne Chin- derbuechoutor ischsi eigentlech immer vo phantastische Wäse, kurlige Gägeständ und natürlech de usgfaunigschte Erzählige umgäh gsi. Ihre Vater het ihre früecher o immer vorem ids Bett gah usere Gschicht vorgläse. Aber sit einige Jahr list si ihri Guet-Nacht- Gschicht säuber. Z Märmeli het das o darum so gärn, wüusi de so lang cha wach blibe wie si wott oder zmingscht so lang, bis ihri Ouge zuegheie.

Z letschte Buech nimmt si mit zum Bett, wosi husch unger d Bettechi schlüpft. Z Märmeli isch zfride. Usserdäm fröit si sech ungloublech ufe morndrig Tag. Wüu es git öppis, wosi no viu lieber macht aus ihres Zimmer irichte und morn darfsi veruse und z Dorf und d Umgäbig ga erkunde. Ufe Waud fröit si sech ganz bsungers. Jtz mumelet sech z Märmeli id Bettechi i während si dür z offne Fänschter am Rüefe vomne Chutz zuelost.

Verusse rüeft der Chutz no es letschts Mau i di stiui Nacht. När breiteter d Flügu us und schwingt sech id Luft. Woner der Buntwäg hinger sech laht, isch o z letschte Liecht usgange.

Wie die Geschichte von Märmeli weitergeht, erfährst du immer Ende Monat hier, wenn ein neues Kapitel erscheint.

Erstes Kapitel

Z Märmeli blibt stah. Es luegt zersch lings am Wäg nah u när nach rächts. Drufabe loufts nach lings der Buntwäg z düruf.

Nachdem z Märmeli am Morge ufgstange isch, hetsi sech es Schnitteli gstriche unds zumne Glas Orangesaft gässe. Si hets chum chönne erwarte use z gah und het gschwind ihri Pfadikravatte füre gnoh, ihri Schue agleit und isch veruse gange.

Jtz hüpftsi fröhlech der Strass entlang. Trottoir hets kes, aber der Buntwäg isch e Sackgass und wenn überhoupt, fahre nume die wenige Lüt düre, wo hie wohne. Z Märmeli luegt die verschideartige Hüser und ihri Gärte a. I dene gits viu Spannends, Farbigs und Luschtigs z entdecke. Lings vo ihre steit e gäub agmaute Briefchaschte, wo mit Gresli, Blueme und Himmugüegeli us lamminiertem Papier verziert isch. Im Garte näbedran hets e chline Teich mit Seerosebletter und Wasserlöifer wo über d Oberflächi husche.

Uf der rächte Site steit es auts Huus und d Fassade isch fasch komplett mit Efeu überwachse. Nume d Fänschter si frei gschnitte, so dass d Lüt vo dinne o chöi use luege. Und vor de Fänschter hets wiisi u roti Geranie. Z Märmeli gseht au die Sache und no viu meh. Derbi dänkt si sech, dasses ihre gloub am Buntwäg wird gfaue.

Es paar Hüser witer vore steit öpper uf der Strass. Si dräit sech um und z Märmeli gseht dasses es Meitschi isch, wo öppe glich aut isch wie si. Die blonde Haar hetsi zumne Rossschwanz zäme bunge und ir rächte Hang treitsi e Aktekoffer. Dä passt genau zu ihrne schwarze Hose und zum viu z grosse schwarze Azug, wosi an het. Si zieht d Muuwinkle ufe und winkt am Märmeli zue.

Z Märmeli louft ihre entgäge, aber si chunnt nid derzue öppis z säge, wüu z blonde Meitschi begrüesstse scho guet glunet.

 

«Hallo! Du bisch nöi da, oder? Di hani no nie gseh.»

«Hallo. Ja, i bi ersch geschter am Buntwäg izoge.»

«So cool. Hiufsch mit Agänte spile? I heisse übrigens Chips.»

«I bi z Märmeli.»

Beidi lache und d Chips steut der Aktekoffer a Bode und zieht die viu z länge Ermle vo ihrem Azug hingere. Agänte sige super, verzeut si am Märmeli, di chönne schneuer renne aus aui angere, heige für jedi Situation z passende Gadget derbi und kenne aui Gheimsprache. Natürlech wärs besser, wesi one Azug hätt, aber me chönn o ohni Azug Agänte spile.

«Du bisch eifach e Undercover-Agäntin.», meint d Chips und z Märmeli isch iverstange.

«Mir hei o scho üsi erschti Mission. Mir müesse die Nachricht entschlüssle.»

D Chips zeigt ufe Wäg. Dert druf isch ganz gross mit Chride es Fäud ufzeichnet. Es gseht us wines Schachbrätt, aber i jedem Fäud hets e Buechstabe. Unger am Fäud steit no e witeri zile ire angere Farb.

 

«Was bedütet das?», fragt z Mämeli u louft id Mitti vom Fäud.

«I däm Huufe vo Buechstabe isch e Gheimbotschaft versteckt. Mir müesse nume usefinge, wie mer se chöi entschlüssle.»

Zäme stöhsi vor der einzelne Zile ungerem Fäud u plötzlech lacht z Märmeli lut uf. «I has», seitsi «d Zahle sägenis womer müesse afah.»

«Und d Pfile zeigenis wies witergeit.»

Lachend hüpft d Chips ufds ’G’ ir ungerschte Zile. «Füre. Rächts. Rächts. Rächts.», seit z Märmeli. D Chips hüpft derzue vo Buechstabe zu Buechstabe u seit: «G - E - H - E - . . .».

«Gehe zur alten Eiche» widerhout d Chips nachdäm si fertig si worde. Z Märmeli wott natürlech wüsse, was dermit gmeint isch und wo die Eiche z finge isch.

«Du bisch würklech nöi», lachet d Chips «die Eiche kenne aui hie. Chum mit, i zeigeder der Wäg.»

Gmeinsam loufesi los. Am Ändi vom Wäg biege si ab und loufe überne Chiswäg bis zure Wäggabelig. D Eiche wo dert steit, heisi scho vo witem gseh. Unger der Eiche hets es Bänkli und jtz, wosi achöme, gsehsi, dass es gfautets Blatt dran feschtgmacht isch. Gwundrig läse sis uf und lueges a.

Ufem Blatt stöh nume es paar Striche und Pünkt.

«Weisch du was das bedütet?», fragt z Märmeli.

 

Was steit äch da? Und was hets z bedüte? We du am Märmeli chasch häufe, de schrib

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