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Dezentrales KUSPO

Berner Pfadiheime - ein "dezentrales KUSPO"

Die 84 Berner Pfadiheime sind ein bedeutendes «dezentrales KUSPO» (Kurs-, Sport- und Ausbildungszentrum) sowie ein Jugend- und Freizeithaus mit 240 Aufenthalts- und 91 Schlafräumen (mit 1240 Schlafplätzen) in einem.



Im Kanton Bern (ohne Berner Jura) gibt es 84 Pfadiheime, für welche 53 verschiedenen Pfadi­organisationen (Genossenschaften, Stiftungen, Heimvereine oder Pfadiabteilungen) verantwortlich sind. 71 Häuser gehören den Pfadiorganisationen selber, 13 Pfadilokale oder -häuser sind gemietet. Nicht berücksichtigt sind bei dieser Statistik die Räume, welche die Kirchen den Abteilungen zur Verfügung stellen, die beiden internationalen Pfadiheime in Adelboden (126 Schlafplätze) und Kandersteg (256 Schlafplätze) sowie das Pfadi-Trotz-Allem-Wohnheim in La Neuveville.

Grosse Unterschiede

Die Pfadiheime sind sehr verschieden bezüglich Grösse, Ausbaustandard, Infrastruktur und Benützungsmöglichkeiten: Von der einfachen Baracke mit Holzofen bis zum modernen Heim mit Solaranlage, vom Heim mitten im Wohnquartier bis zur abgelegenen Alphütte, vom gemieteten Lokal ohne Umschwung bis zum Haus mit Spiel- und Zeltplatz – alles gibt es! Alle Pfadiheime haben eine sehr grosse Bedeutung für die Pfadi: Sie sind Basis und Zentrum für die meisten Aktivitäten, Lokal für Samstagsanlässe bei Kälte und schlechter Witterung, Treffpunkt und Sitzungslokal, Unterkunft für Lager, Ausbildungskurse und Gemeinschaftswochen („Abendlager“), Depot für umfangreiches Zelt-, Pionier- und Lagermaterial.
Pfadigruppen machen 58 Prozent aller Heimbelegungen aus, davon sind rund drei Viertel Benützungen der Pfadiorganisationen, welche Besitzer der Heime sind.

Pfadiheime sind auch bei Dritten beliebt

Darüber hinaus werden 58 der 84 Pfadiheime Dritten für Anlässe verschiedenster Art zur Verfügung gestellt, so insbesondere für Feste von Privaten und Firmen, für Lager von Schulen, Sport- und Jugendorganisationen, für Ausbildungskurse und regelmässige Benützungen (z.B. für Spielgruppen, Kindertagesstätten und Musikgruppen). Das sind pro Jahr über 1700 Anlässe mit rund 111'000 „Personentagen“.

Konferenz Berner Pfadiheime (KBPH)

Es ist wichtig, dass die Pfadiheime nicht nur gebaut, sondern auch gut unterhalten und verwaltet werden. Das 1994/95 erarbeitete Heimförderungskonzept der Pfadi Kanton Bern wurde vor zehn Jahren umgesetzt: Für die Berner Heimträgerorganisationen wurde die Dachorganisation „Konferenz Berner Pfadiheime“ (KBPH), ein Organ innerhalb der PKB, geschaffen: Sie vertritt die Interessen der Pfadiheime gegen Aussen, unterstützt und berät die Pfadiheimverantwortlichen bei verschiedensten Fragen (Bau, Finanzierungen, Organisation). Zudem subventioniert sie auf Gesuch hin Anschaffungen und planbare Unterhalts- und Renovationsarbeiten. Andere Kantonalverbände der Pfadi beneiden die Berner um diese bedeutende Heimförderungseinrichtung.
Zur Zeit sind 44 Heimträgerorganisationen Mitglied der KBPH und Kollektivmitglied der Pfadi Kanton Bern. Diese Heimträger sind Besitzer oder Mieter von 76 Heimen mit 217 Aufenthaltsräumen und von vier weiteren Häusern.

Statistisches

In den Berner Pfadiheimen finden jährlich über 5’600 Anlässe an rund 9’700 Tagen mit durchschnittlich 18,8 Personen statt, unter anderem:

  • 831 Lager à durchschnittlich 3,8 Tage und 23 Teilnehmenden
  • 79 Ausbildungskurse für Leiter/innen (à 4,2 Tage und 23 Teilnehmenden)
  • 95 Anlässe von Behindertengruppen (davon 14 in Lagerform)

Oder anders ausgedrückt:
Im «dezentralen KUSPO», welches die Berner Pfadiheime darstellen, finden durchschnittlich jeden Tag (!) im Jahr statt:

  • 15,3 Anlässe mit zusammen 334 Teilnehmenden, darunter 6,5 in Lagerform
  • Täglich übernachten im Schnitt 149 Personen in einem Pfadiheim!