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Zielsetzungen

Ganzheitlichkeit durch 5 Beziehungen

Die Pfadibewegung Schweiz ist Mitglied der weltweiten Pfadiorganisationen WOSM, World Organisation of Scout Movement (gemischt) und WAGGGS, World Association of Girl Guides and Girl Scouts (Mädchen und junge Frauen). Sie stützt ihre eigenen Grundlagen auf die Grundlagen der beiden Weltbünde ab und drückt sie mit dem Stichwort der Ganzheitlichkeit aus.

Die Ganzheitlichkeit wird in fünf Beziehungen ausgedrückt, die sich gegenseitig bedingen und ergänzen.

Die Beziehung zur Persönlichkeit - selbstbewusst und selbstkritisch sein
Die Beziehung zum Körper - sich annehmen und sich ausdrücken
Die Beziehung zu den Mitmenschen - anderen frei begegnen und sie respektieren
Die Beziehung zur Welt - kreativ sein und umweltbewusst handeln
Die spirituelle Beziehung - offen sein und nachdenken

Für jede Beziehung formuliert die Pfadibewegung ein Ziel, dem sich die Mitglieder durch die angebotenen Aktivitäten in kleinen Schritten annähern sollen.

 

Die Beziehung zur Persönlichkeit: selbstbewusst und selbstkritisch sein

Wir gestalten unser Leben mit Freude und Optimismus. Dabei bilden wir uns eine eigene Meinung, übernehmen Verantwortung für uns selbst und gestalten unser Leben selbständig. Dennoch hinterfragen wir unsere Taten und Gedanken selbstkritisch. Wir nehmen Einfluss auf unsere Umgebung und gehen mit Selbstvertrauen auf andere zu. Die Pfadibewegung bestärkt uns darin, uns unserer Möglichkeiten bewusst zu werden, sie zu entwickeln und auf sie zu vertrauen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Grenzen kennen und sie akzeptieren lernen. Dies fördert ein gesundes Selbstbewusstsein, das es uns erlaubt, dem Leben mit all seinen Geheimnissen zu begegnen.

 

 
Die Beziehung zum Körper: sich annehmen und sich ausdrücken

Wir schätzen unseren Körper und unsere Gefühle. In einem geschützten Rahmen lernen wir unsere körperlichen und emotionalen Bedürfnisse, Möglichkeiten und Grenzen kennen und mit ihnen umzugehen. Wir spornen uns zu Bewegung und Leistung an und fördern unsere handwerklichen Fähigkeiten durch praktisches Lernen. Dabei achten wir auf unseren Körper und unsere Gefühle und begegnen anderen Menschen mit der gleichen Rücksicht.

 

 

Die Beziehung zu den Mitmenschen: anderen begegnen und sie respektieren

Gemeinschaften von der Kleingruppe bis zur internationalen Völkergemeinschaft sind uns wichtig. Wir sind Teil von Gemeinschaften, die wir aktiv gestalten. Dabei lernen wir zu teilen, offen auf Aussenstehende zuzugehen und sie zu respektieren. Wert legen wir auch auf die Fähigkeit zu solidarischer Partnerschaft und Zusammenarbeit. Im gleichen Sinn lernen wir Verantwortung zu tragen, in der Gruppe Entscheidungen zu fällen und diese zu akzeptieren.

 

 

Die Beziehung zur Welt: kreativ sein und umweltbewusst handeln

Wir entdecken die Welt mitsamt ihren Schönheiten und Geheimnissen und erfreuen uns daran. Der Schutz von Natur und Umwelt ist uns dabei ein ebenso wichtiges Anliegen wie der respektvolle Umgang mit den Ressourcen der Erde. Wir leben mit einfachen Mitteln, die wir kreativ einsetzen. Wir haben den Mut, Neues zu schaffen und gestalten die Welt mit Freude und Fantasie.

 

 

Die spirituelle Beziehung: offen sein und nachdenken

Die Pfadi bietet uns ein spirituelles und moralisches Wertsystem, welches uns dabei unterstützt, unserem Leben eine Richtung zu geben. Es regt uns dazu an, über unsere eigenen Werte nachzudenken und sie, auf Grund der individuellen Lebenserfahrungen, zu hinterfragen. Für viele wird darin Gott erfahrbar. Wir respektieren die vielfältigen Formen, wie Menschen persönlich oder gemeinsam suchen, fragen und darauf antworten. Auf der Grundlage dieser Überlegungen suchen wir nach Werten, die unserem Leben einen Sinn geben.

 

 

© Pfadibewegung Schweiz (PBS)